Erfrischend nutzlos
Endlich blieb von meiner Zeitungslektüre auch mal wieder etwas hängen: “Erfrischend nutzlos. Künstler aus Nordrhein-Westfalen haben Daniel Düsentriebs absurde Erfindungen originalgetreu nachgebaut.” Zuerst denkt man sich, das ist ja mal eine nette Idee. Dann steht da weiterhin, dass man bis zum 10. Mai die Exponate im Frankfurter Museum für Kommunikation bestaunen kann, davor wären sie bereits einzeln ausgestellt worden, und zwar so:

Dieser Konflikt zwischen Kirche und gescheiterter Wissenschaft ist es, den ich an der Geschichte so interessant finde. Ein nicht funktionierender Apparat zum Auffinden von nicht-existenten Dingen darf also nicht in der Kirche rumstehen, weil er so unnütz ist. Hat die Kirche in Wirklichkeit Angst, der Apparat könnte doch funktionieren, könnte plötzlich piepend und blickend zum Leben erwachen und herausfinden, dass Gott nicht existent ist? Schließlich ist es ja ein Apparat zum Auffinden von nicht-existenten Dingen. Ist allein die Vorstellung beziehungsweise der nicht funktionierende Nachbau eines potentiell blasphemischen, aber ebenfalls nicht funktionierenden Apparates verwerflich? Und wie kommt man danach eigentlich auf ein Fundbüro, schließlich geht es im Fundbüro ja durchaus um einwandfrei existente, nur abwesende Dinge, während Gott in der Kirche ja dagegen durchaus anwesend sein sollte. Vielleicht sollte man den Apparat mit dem Teilchenbeschleuniger oder einer Weltraumsonde verbinden – wer weiß was da rauskommen würde, wir würden wohl alle blinkend und piepsend in einem großen schwarzen Loch verschwinden und das Universum hinterher.
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- Veröffentlicht:
- 6. Mai 2009 / 19:47
- Kategorie:
- Komisch
- Tags:
- Daniel Düsentrieb, Erfindungen, Kirche, nutzlos
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